Fälle von Darmkrebs bei Jungen steigen in Deutschland


BERN - Auch in Deutschland haben die Darmkrebsfälle bei Menschen unter 50 Jahren zugenommen. Eine neue Studie bestätigt damit einen Trend, der auch in der Schweiz beobachtet wird, wie Forschende im "International Journal of Cancer" berichten.

Betroffen sind vor allem die 20- bis 39-Jährigen. Der Anstieg ist aber weniger deutlich als in den USA. Für die Analyse wertete ein Forschungsteam Krebsregisterdaten aus neun Bundesländern für die Jahre 2003 bis 2023 aus.

Für die Schweiz ist dieser Trend nicht neu. Eine Studie der Universität Genf, die im April im "European Journal of Cancer" veröffentlicht wurde, zeigte für die Schweiz eine Zunahme der Fälle bei unter 50-Jährigen seit 1980. Die Universität sprach in einer Mitteilung von einer "alarmierenden" Entwicklung. Demnach erkranken heute auch Menschen in den Dreissigern ohne bekannte Vorbelastung.

Die genauen Ursachen für den Anstieg sind in beiden Ländern unklar. Forschende vermuten einen Zusammenhang mit Lebensstilveränderungen wie Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und zunehmendem Übergewicht (Adipositas). Adipositas gilt als wahrscheinlichste Ursache für den Anstieg. Auch Veränderungen des Darmmikrobioms durch Antibiotika oder Ernährung könnten eine Rolle spielen.

Quelle: Keystone-SDA - 23.06.2026, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2026 Pixabay

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