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Kein Zusammenhang zwischen Autismus und dem MMR-Impfstoff, laut einer wichtigen neuen dänischen Studie

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KOPENHAGEN - Eine grosse dänische Studie hat erneut gezeigt, dass der MMR-Impfstoff (gegen Masern, Mumps und Röteln) keinen Autismus verursacht. Eine beträchtliche Anzahl von Eltern weigert sich, ihre Kinder zu impfen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, gerade wegen des vermeintlichen (aber falschen) Risikos einer Verbindung mit Autismus. Die Zahl der Fälle von Masern, die manchmal zum Tode führen, nimmt weltweit zu, wie UNICEF Anfang März 2019 betonte.

Umfangreiche Studie

In dieser Studie wurden etwas mehr als 650.000 dänische Kinder (oder Einwohner) berücksichtigt, die zwischen 1999 und 2010 geboren wurden. Die Teilnehmer wurden bis August 2013 betreut. Damals stellten die Forscher eine mögliche Diagnose von Autismus bei den Teilnehmern fest und berücksichtigten auch andere Risikofaktoren für die Krankheit wie das Alter der Eltern, ein Geschwisterkind mit Autismus oder Frühgeburt. Mehr als 95% der Teilnehmer (Kinder) erhielten den MMR-Impfstoff. Am Ende der Studie wurden 6517 Teilnehmer als autistisch diagnostiziert. Die dänischen Wissenschaftler haben durch die Analyse der Daten nachgewiesen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Autismus und dem MMR-Impfstoff gibt, auch in Untergruppen wie Kindern mit einem Geschwisterkind mit Autismus oder Kindern älterer Eltern. Diese Studie wurde am 5. März 2019 in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine (DOI: 10.7326/M18-2101) veröffentlicht.

Anzahl der geimpften Personen

Nach einer Schätzung führt eine Verringerung der Zahl der in einem Land oder einer Region geimpften Personen um nur 5 % - beispielsweise 90 % der in Dänemark geimpften Personen anstelle von 95 % - zu einer Verdreifachung der Anzahl Masernfälle im betreffenden Land.

Ursprung der Zweifel

Eine trügerische Studie hatte vor mehr als 20 Jahren zu Unrecht Zweifel geweckt. Der Gastroenterologe Andrew Wakefield ging 1998 davon aus, dass der MMR-Impfstoff mit Autismus in Zusammenhang stehen könnte. Es trifft zwar zu, dass die Symptome von Autismus oft im Alter von etwa 12 bis 15 Monaten auftreten, wenn der Impfstoff verabreicht wird. Andrew Wakefield's Theorie wurde diskreditiert und Herr Wakefield wurde später von der Ausübung des Arztberufs ausgeschlossen. Dänische Forscher haben erneut gezeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus gibt. Anfang März 2019 hat Facebook beschlossen, das Erscheinen von Informationen über Anti-Impfstoffe in seiner Nachrichtenzeile (News Feed) einzuschränken, um die Verbreitung dieser "Fake News" zu unterbinden.

9. März 2019. Von Xavier Gruffat (Apotheker). Quellen: The New York Times, The Guardian, Studie: Annals of Internal Medicine (DOI: 10.7326/M18-2101).







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