Hitzebedingte Übersterblichkeit von vier Prozent bei Senioren


BERN - Die Hitze in diesem Sommer dürfte bei über 65-jährigen Personen in der Schweiz zu rund 570 Todesfällen mehr als statistisch im mehrjährigen Vergleich erwartet geführt haben. Das hat der Bundesrat am Montag in der Fragestunde des Nationalrats bekanntgegeben.


Laut dem Mortalitätsmonitoring des Bundesamts für Statistik sei zwischen Mitte Juni und Ende August 2026 vor allem in dieser Personengruppe eine Übersterblichkeit festgestellt worden, schreibt der Bundesrat in seiner schriftlich veröffentlichten Antwort.

Die rund 570 zusätzlichen Todesfälle bei den über 65-Jährigen entspreche einer Erhöhung der Mortalität um vier Prozent.

Bei den unter 65-Jährigen lag die hochgerechnete Zahl der zusätzlichen Todesfälle bei rund 40 beziehungsweise 2,4 Prozent. Besonders auffällig waren laut Bundesrat zwei Zeiträume mit Übersterblichkeit: Ende Juni lag die Sterblichkeit etwa 15 Prozent über dem für diese Jahreszeit erwarteten Wert, Anfang August rund 13 Prozent.

Diese Phasen fielen laut Landesregierung mit den ausgeprägtesten Hitzeperioden des Sommers 2026 zusammen. Zu berücksichtigen sei dabei, dass bereits die Vergleichsjahre mehrere Hitzeperioden enthalten hätten.

Mit seinen Aussagen beantwortete der Bundesrat eine Frage von Gabriela Suter (SP/AG). Die Landesregierung beschied ihr auch, dass ein Aktionsplan für eine Anpassung der Schweiz an den Klimawandel noch dieses Jahr verabschiedet wird. Die Verantwortung für den Schutz verletzlicher Bevölkerungsgruppen werde aber von Bund und Kantonen gemeinsam getragen.

Quelle: Keystone-SDA - 21.09.2026, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2026 Pixabay

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