USA: Eine vielversprechende Therapie (Rasonque) gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs
WASHINGTON - Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) gab am Mittwoch, dem 26. August 2026, die Zulassung einer vielversprechenden Therapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs bekannt. Diese soll eine neue Ära in der Behandlung einer der tödlichsten Krebsarten einläuten. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei unter 20 %.
Obwohl es sich nicht um ein Heilmittel handelt, stösst diese Therapie bei Onkologen und Patientenverbänden auf grosse Begeisterung, da sie den Betroffenen, deren Prognose zu den düstersten zählt, wertvolle zusätzliche Lebensmonate verspricht.
Das vom amerikanischen Start-up Revolution Medicines entwickelte Medikament heisst Rasonque und kann von Patienten, die an einer aggressiven, aber häufig auftretenden Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden, in Form von Tabletten eingenommen werden. Allerdings müssen diese Patienten mehrere Kriterien erfüllen, beispielsweise bereits eine vorherige Behandlung erhalten haben, wie die FDA präzisiert.
«Wichtige neue Option»
«Die heute erteilte Zulassung bietet Patienten, die mit einer äusserst schweren und seit jeher schwer zu behandelnden Krebserkrankung konfrontiert sind, eine neue, unverzichtbare Option», lobte Kyle Diamantas, Interimsleiter der Behörde, in einer Medienmitteilung.
Diese Therapie, bei der ein neuer Wirkstoff namens Daraxonrasib zum Einsatz kommt, erwies sich in der klinischen Studie als weitaus wirksamer als eine herkömmliche Chemotherapie.
Die Hälfte der Patienten, die das Medikament einnahmen, überlebte mehr als 13 Monate – das ist doppelt so lange wie bei der Gruppe, die eine Chemotherapie erhielt.
Diese Ergebnisse wurden von der medizinischen Fachwelt weitgehend begrüsst und stellten den ersten nennenswerten Fortschritt im Kampf gegen diese Krebsart seit mehreren Jahrzehnten dar.
Sie wecken zudem die Hoffnung, zur Entwicklung von Therapien für andere Patienten beizutragen, da der untersuchte Wirkstoff gegen ein Protein wirkt, das an mehreren Krebsarten beteiligt ist und gegen das man bis vor kurzem noch nicht vorgehen konnte.
Quelle: ats blg afp, Informationen aus dem «Wall Street Journal», Schlusskontrolle: Xavier Gruffat (Apotheker) - 26.08.2026, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2026 Pixabay