Longevity: Was verrät das biologische Alter?
ZÜRICH - Wie schnell ein Mensch biologisch altert, lässt sich möglicherweise künftig genauer erfassen. Eine aktuelle Studie, publiziert in Nature Medicine, untersuchte, wie zuverlässig sogenannte epigenetische Altersuhren auf Interventionen reagieren, die den Alterungsprozess beeinflussen sollen.
Dafür werteten die Forschenden 51 longitudinale Interventionsstudien am Menschen aus und untersuchten verschiedene Biomarker. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alle «epigenetic Clocks» gleich gut auf Veränderungen reagieren. Besonders vielversprechend sind Biomarker, die das biologische Alter und die Geschwindigkeit des Alterungsprozesses abbilden.
Die Ergebnisse könnten für die Longevity-Forschung wichtig sein: Künftig könnten solche Biomarker dabei helfen, schneller zu beurteilen, ob Massnahmen tatsächlich einen positiven Einfluss auf den Alterungsprozess haben – ohne jahrzehntelange Studien abwarten zu müssen.
Noch sind epigenetische Altersuhren jedoch kein etabliertes Instrument zur individuellen Gesundheits- oder Lebenserwartungsprognose. Weitere klinische Forschung ist notwendig, bevor sie routinemässig eingesetzt werden können.
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Quelle:
Sehgal R. et al. Responsiveness of epigenetic aging biomarkers to longevity interventions in humans. Nature Medicine, 21. August 2026