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Blutspenden - Schweizer Blutstammzellenregister wächst auf 130'000

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BERN - 30 Jahre nach der Gründung umfasst das Schweizer Blutstammzellenregister fast 130'000 Spenderinnen und Spender. Das sind 11 Prozent oder knapp 15'000 mehr als im letzten Jahr.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) führt die Zunahme unter anderem auf Werbekampagnen in den Sozialen Medien zurück, wie die Organisation in ihrem am Freitag veröffentlichten Blutspende-Jahresbericht schreibt. Auch Sensibiliserungskampagnen bei angehenden Rekruten und an Hochschulen hätten sich ausbezahlt, hiess es.

Das Durchschnittsalter der Spenderinnen und Spender lag bei 36,9 Jahren, 45 Prozent der Registrierten waren unter 35-jährig, 36 Prozent Männer, 64 Prozent Frauen.

Rund zwei Drittel der Registrierten (68,6 Prozent) waren zum Zeitpunkt einer Anfrage wirklich bereit zu einer Spende. Diese sogenannte Verfügbarkeitsrate ging in den vergangenen Jahren von 73 Prozent im Jahr 2015 stetig zurück. Verantwortlich für Absagen sind zum Beispiel Auslandsaufenthalte (14 Prozent) oder medizinische Gründe (17,4 Prozent).

Bereits 1700 Transplantationen

Seit 1988 wurden in der Schweiz bereits 1700 Transplantationen durchgeführt. Nach SRK-Angaben erhalten jede Woche zwei bis drei Patienten in der Schweiz eine Transplantation mit unverwandten Blutstammzellen, im letzten Jahr waren es 144.

Insgesamt wurden 2018 in der Schweiz 258 Transplantationen mit verwandten und unverwandten Spendern durchgeführt. Die Zahl der Entnahmen in der Schweiz erreichte mit 61 einen Höchstwert.

Die bekannteste Krankheit, die mit einer Blutstammzellenspende bekämpft werden kann, ist die Leukämie. Daneben gibt es weitere bösartige Erkrankungen des Blutes sowie Funktionsstörungen wie Immun- und Stoffwechseldefekte. Eine Blutstammzellspende erfolgt über eine Knochenmarkentnahme (10 Prozent der Fälle) oder über den Blutkreislauf (90 Prozent der Fälle).

Leicht weniger Blutspenden

2018 verzeichnete das SRK auch 277'808 Blutspenden, das sind rund 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Da gleichzeitig auch der Blutbedarf um 2,3 Prozent sank, bezeichnet das SRK die Versorgung der Schweizer Spitäler mit Blutprodukten über das ganze Jahr als gut. Die Verfallrate lag mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Vorjahr.

Seit Oktober letzten Jahres werden ausserdem alle Blutprodukte auf Hepatitis E (HEV) getestet. Bis im Dezember wurden bereits 14 HEV-positive Spenden entdeckt. Bei weiteren Tests wurden im 2018 bei drei Proben das HI-Virus, bei sechs Spenden Hepatitis C und bei 34 Spenden Hepatitis B nachgewiesen.

Quelle: SDA / Keystone - 10.05.2019, Copyrights Bilder: Adobe Stock







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