Ein kurzes Nickerchen ermöglicht es dem Gehirn, sich neu zu organisieren

Die Kraft des Nickerchens


Selbst ein kurzes Nickerchen ist gut für das Gehirn. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie hilft ein kleines Nickerchen während des Tages dabei, neuronale Verbindungen neu zu ordnen und so die Speicherung neuer Informationen zu erleichtern. Schlafexperten sind sich im Allgemeinen einig, dass ein kurzes Nickerchen von zehn bis dreissig Minuten die beste Lösung ist. Diese Studie umfasste jedoch Teilnehmer, die ein Nickerchen von etwa 45 Minuten machten.


Bislang wurden diese Vorteile nur nach einer Nacht Schlaf beobachtet, wie die Universitätskliniken Genf (HUG) in einer Pressemitteilung mitteilen. Neben den HUG waren auch die Universität Genf (UNIGE) und die Universitätsklinik Freiburg an den Arbeiten beteiligt, die in der Fachzeitschrift Neurolmage veröffentlicht wurden.

Das Gehirn ist tagsüber ständig aktiv, erinnern die Experten des HUG. Es verarbeitet ununterbrochen Informationen, Eindrücke und Gedanken. Diese unaufhörliche Aktivität stärkt die Verbindungen zwischen den Neuronen. Nach einer Weile kommt es jedoch zu einer Sättigung, die die Fähigkeit des Gehirns, neue Informationen zu speichern, einschränkt.

Der Schlaf spielt eine regulierende Rolle, damit das Gehirn wieder richtig funktionieren kann. „Diese Studie hilft uns zu verstehen, wie wichtig kurze Schlafphasen für die geistige Erholung sind”, betont Professor Kai Spiegelhalder vom Universitätsklinikum Freiburg, der in der Pressemitteilung zitiert wird.

Für ihre Studie beobachteten die Wissenschaftler zwanzig gesunde junge Erwachsene. An zwei verschiedenen Nachmittagen machten diese Personen in einer der Sitzungen ein 45-minütiges Nickerchen und blieben in der anderen Sitzung wach. Die Synapsenaktivität der Versuchsteilnehmer wurde nach jeder Sitzung gemessen.

Geistige Frische

«Die Ergebnisse zeigten, dass die synaptische Gesamtkraft im Gehirn nach dem Nickerchen reduziert war, was auf die erholsame Wirkung des Schlafs hindeutet», so das HUG. Gleichzeitig war die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu knüpfen, deutlich verbessert.

Die regenerierende Wirkung des Nickerchens ist somit nachgewiesen. Nach einem kurzen Schlaf am Tag ist das Gehirn besser darauf vorbereitet, neue Informationen zu speichern, als wenn es während einer entsprechenden Zeitspanne wach geblieben wäre. Das Nickerchen könnte daher besonders für Menschen nützlich sein, die Berufe ausüben, die eine hohe geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit erfordern, so das Fazit des HUG.

Nicht zu lang

Regelmässige längere Nickerchen könnten schädliche Auswirkungen haben. Eine 2016 durchgeführte Metaanalyse kam zu dem Schluss, dass tägliche Nickerchen von mehr als einer Stunde das Risiko für Diabetes und damit verbundene Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, wie aus einem Artikel von The Economist von Ende Januar 2026 hervorgeht.

Artikel aktualisiert am 6. Februar 2026.

Quellen: Keystone-ATS, The Economist (vom 31. Januar 2026). Bildnachweis: Adobe Stock

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