Coronavirus - weltweit - Weltweit werden mehr als 700'000 Corona-Infizierte gezählt


MADRID / WIEN / ROM - Weltweit sind bis Montagmorgen nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 715'200 Corona-Infektionen gemeldet worden. Allein in Europa starben bisher mehr als 25'000 Menschen, weltweit mehr als 35'500.


Spanien meldete am Montag 812 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, die Gesamtzahl der Corona-Toten liegt dort damit bei 7340. Dies war ein leichter Rückgang gegenüber Sonntag, als 838 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet worden waren.

Insgesamt wurden in dem Land laut neuesten Zahlen bisher 85'195 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, damit überholte Spanien nach Italien und den USA als drittes Land China bei der Zahl der Fälle.

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Todesopfer erneut gestiegen, jene der Neuinfizierten sank jedoch, was Experten optimistisch stimmt. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Toten um 812 auf insgesamt 11'591. Die Zahl der Infizierten stieg um 4050 und auf 75'528. 3981 Patienten lagen auf der Intensivstation. 43'752 positiv getestete Patienten befinden sich in Heimisolierung, 14'620 Personen sind inzwischen genesen.

Italien und Spanien sind die am schwersten vom Coronavirus heimgesuchten Länder Europas, sie allein machen drei Viertel der Todesfälle auf dem Kontinent aus. "Die Lage wird jeden Tag komplizierter", sagte der medizinische Leiter der Madrider Universitätsklinik, Antoni Castells, dem Radiosender RNE.

Seine Mitarbeiter stünden kurz vor dem Punkt, an dem sie ihre geringen Ressourcen danach einteilen müssten, welche Überlebenschancen ein Patient habe. Bis Montag infizierten sich laut Gesundheitsministerium mehr als 12'200 Ärzte und Krankenschwestern selbst mit dem Virus.

Wien führt Mundschutz-Pflicht ein

Die österreichische Regierung kündigte derweil eine Mundschutz-Pflicht beim Einkaufen an. Laut Kanzler Sebastian Kurz sollen in allen Supermärkten Mundschutzmasken an die Kunden ausgegeben werden. Österreich sei noch weit davon entfernt, die Eindämmungsmassnahmen gegen das Coronavirus aufheben zu können, betonte Kurz. "Die Wahrheit ist: Es ist die Ruhe vor dem Sturm."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht hingegen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren.

Ausgangssperre in Moskau

In Moskau gilt seit Montag eine strenge Ausgangssperre. Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte am Sonntagabend verkündet, dass die zwölf Millionen Einwohner der der russischen Hauptstadt ihre Wohnungen ab sofort nur noch zu speziellen Anlässen verlassen dürfen.

Dazu gehört etwa die Arbeit in wichtigen Bereichen, bei medizinischen Notfällen und zum Einkauf in Apotheken und Supermärkten. Die Einhaltung der Vorschriften wird per Videoüberwachung mit Gesichtserkennungssoftware überprüft.

Russlands Ministerpräsident Michail Mischutin rief die Regionen auf, "ähnliche Massnahmen" zu ergreifen wie Moskau. Präsident Wladimir Putin hatte zuvor bereits eine landesweite "arbeitsfreie Woche" ausgerufen.

Spitalschiff in New York

In den USA stieg die Zahl der Infektionsfälle derweil auf mehr als 142'000, fast 2500 Menschen starben bisher. Der US-Seuchenexperte und Präsidentenberater Anthony Fauci rechnet nach eigenen Worten zwischen mit 100'000 und 200'000 Todesopfern in den USA.

Am Montag erreichte ein Spitalschiff der US-Marine New York. Die 272 Meter lange "USNS Comfort" verfügt über tausend Betten und zwölf Operationssäle und soll New Yorker Kliniken entlasten. Zwar werden auf der "USNS Comfort" keine Coronavirus-Patienten behandelt. Dafür können andere Patienten auf das Schiff verlegt werden, um den Spitälern mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.

Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Grossstadt sind besonders schwer von der Pandemie betroffen. Die Spitäler in New York sind zunehmend überlastet. In dem Bundesstaat werden deswegen mehrere temporäre Spitäler eingerichtet, um mehr Kapazitäten zu schaffen.

Elsass weiter hohe Infektionszahl

Frankreich meldete, dass seine Zahl an Covid-19-Opfern am Montag um 418 auf mehr als 3000 gestiegen sei. Dies ist der höchste Anstieg der Totenzahl binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie, wie die Regierung mitteilte. Derzeit werden demnach 21'000 Infizierte im Spital behandelt - 1592 mehr als am Sonntag.

In Frankreich ist der Osten des Landes besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen. Die Lage in den Spitälern ist dem Regionalratspräsidenten zufolge weiterhin angespannt. Betroffen seien Kliniken im Elsass, sagte der Präsident der Region Grand Est, Jean Rottner, dem Radiosender France Bleu.

Tag für Tag würden etwa gleich viele Menschen auf Intensivstationen gebracht. Es fehle weiter an Material und Schutzausrüstung für die Spitäler, sagte der Politiker. Patienten aus der Region wurden in den vergangenen Wochen deshalb in andere französische Spitäler gebracht.

Auch Deutschland und die Schweiz nahmen schwer erkrankte Corona-Patienten aus Ostfrankreich auf. Die Präfektur der französischen Krisenregion Grand Est teilte mit, insgesamt sechs Patienten seien nach Frankfurt am Main und Bern verlegt worden.

In Deutschland sind bis Montagabend 62'526 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Mindestens 560 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang deutschlandweit gestorben.

Ausgangssperre in Lagos

Auch über die nigerianische Millionenmetropole Lagos mit rund 20 Millionen Einwohnern und die Hauptstadt Abuja wurden Ausgangssperren verhängt, die am Montagabend in Kraft treten sollten.

Schätzungen zufolge leben inzwischen wegen des Coronavirus etwa ein Drittel der Weltbevölkerung - 3,38 Milliarden Menschen - unter Ausgangssperre oder Ausgangsbeschränkungen.

Im Iran starben nach Behördenangaben vom Montag 117 weitere Menschen am neuartigen Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt damit bei 2757. Mehr als 41'000 Menschen haben sich in dem Land bisher mit dem Virus infiziert.

Quelle: SDA / Keystone - 30.03.2020, Copyrights Bilder: © 2020 Pixabay

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