Natürliches Licht ist von Vorteil für Diabetiker
GENF - Natürliches Licht scheint einen positiven Einfluss auf die Stoffwechselgesundheit von Menschen zu haben. Das zeigt eine Studie, die mit einer kleinen Gruppe älterer Menschen mit Typ-2-Diabetes durchgeführt wurde.
![]() |
Demnach wiesen Teilnehmende der Studie, nach der Exposition gegenüber Tageslicht stabilere Blutzuckerwerte auf. Das Experiment fand in den Niederlanden statt. Die Wissenschaftler rekrutierten dreizehn Personen im Alter von 65 Jahren und älter, die an Typ-2-Diabetes leiden. Diese Personen verbrachten viereinhalb Tage in zwei speziell eingerichteten Wohnräumen. Der eine Raum verfügte über grosse Fenster, der andere nur über künstliche Beleuchtung.
Mit Ausnahme der Lichtquelle waren alle anderen Parameter im Zusammenhang mit dem Lebensstil, also zum Beispiel Mahlzeiten, Schlaf, körperliche Aktivität und Bildschirmzeit, identisch, wie die Universität Genf (Unige), die an der Studie beteiligt war, am Freitag mitteilte. Auch wenn das Experiment nur von kurzer Dauer war, sei eine "signifikante Auswirkung" festgestellt worden.
So wiesen die Personen, nachdem sie natürlichem Licht ausgesetzt waren, über einen längeren Zeitraum hinweg Blutzuckerwerte im Normbereich auf, die zudem weniger Schwankungen unterlagen. Mit anderen Worten: Die 13 Freiwilligen konnten ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren.
Nach jeder Lichtbehandlung wurden den Studienteilnehmern Blutproben entnommen. "Die Ergebnisse zeigten eindeutig, dass die innere Uhr und der Stoffwechsel durch natürliches Licht beeinflusst werden", wurde Charna Dibner, Professorin an der Unige und den Universitätsspitälern Genf, in der Pressemitteilung zitiert.
Nun soll dieses Experiment in grösserem Massstab durchgeführt werden. Der nächste Schritt wird darin bestehen, die Wechselwirkungen zwischen der Exposition gegenüber natürlichem Licht und der Stoffwechselgesundheit unter realen Bedingungen zu untersuchen, so Jan-Frieder Harmsen, Hauptautor der Studie.
An der Studie waren neben der Unige, die Universität Maastricht und das Deutsche Diabetes-Forschungszentrum beteiligt.
Quelle: SDA / Keystone - 09.01.2026, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2026 Pixabay
