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Doch keine erleichterte Abgabe von Antibiotika

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BERN - Apotheken dürfen Antibiotika weiterhin nur in Notfällen ohne ärztliche Verordnung abgeben. Das hält der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Frage von FDP-Nationalrätin Regine Sauter (ZH) fest. Er begründet dies mit der Gefahr von Antibiotikaresistenzen.

Sauter kritisierte, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) setze sich über den Willen des Gesetzgebers hinweg. Sie wollte vom Bundesrat wissen, wie das möglich sei.

Bei der Revision des Heilmittelgesetzes habe das Parlament beschlossen, die Selbstmedikation zu erleichtern und die Fachkompetenz der Abgabestellen besser zu nutzen, schrieb Sauter. Explizit sei auch von Antibiotika die Rede gewesen.

Demnach sollten Apothekerinnen und Apotheker Antibiotika für häufige Beschwerden wie Harnwegsinfekte bei Frauen verschreiben können. Nun wolle aber das BAG offenbar keinerlei Antibiotika einfacher zugänglich machen.

Widerspruch zu Strategie

Der Bundesrat räumt in seiner am Montag veröffentlichten Antwort ein, in der parlamentarischen Beratung seien als mögliche Beispiele neben Schmerzmitteln und Medikamenten der Reisemedizin auch Antibiotika genannt worden.

Eine erleichterte Abgabe von Antibiotika stünde jedoch im Widerspruch zu den Zielen der Strategie Antibiotikaresistenz Schweiz (Star), die der Bund seit 2016 umsetze. Das Ziel sei es, Infektionen zu vermindern, die von antibiotikaresistenten Erregern verursacht würden.

Der sachgemässe Einsatz von Antibiotika sei eine der zentralen Massnahmen, um die Wirksamkeit dieser Arzneimittel für Mensch und Tier langfristig sicherzustellen. Daher habe der Bundesrat beschlossen, dass Apotheken Antibiotika auch weiterhin nur in Notfällen ohne ärztliche Verordnung abgeben dürften.

Quelle: SDA / Keystone - 11.03.2019, Copyrights Bilder: Adobe Stock







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