Erster Teenager stirbt im Zusammenhang mit Covid-19


BERN - In der Schweiz ist erstmals ein Teenager im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gestorben. Es handelt sich um eine Jugendliche oder einen Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren aus dem Kanton Luzern, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag bestätigte.

Das Portal tagesanzeiger.ch hatte in der Nacht auf Donnerstag über den Todesfall berichtet. Das BAG meldete für die letzte März-Woche den ersten Todesfall in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen im Zusammenhang mit Covid-19. Das BAG präzisiert dabei nicht, ob die Person wegen oder mit einer Ansteckung mit dem Coronavirus verstorben ist.

Den jüngsten Fall mitgezählt, sind in der Schweiz bisher drei unter 19 Jahre alte Personen im Zusammenhang mit der Pandemie verstorben, zwei von ihnen waren unter zehn Jahre alt.

2265 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden wurden dem BAG am Donnerstag für die Schweiz und Liechtenstein gemeldet. Gleichzeitig registrierte die Behörde 107 Spitaleinweisungen und 12 neue Todesfälle. Zudem informierte das BAG über 30 Nachmeldungen aus dem Zeitraum von Oktober bis März.

Vor einer Woche lag die Zahl der gemeldeten Ansteckungen bei 2226. Gleichzeitig registrierte das BAG damals 21 neue Todesfälle und 115 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 9,6 Prozent. Im selben Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 330,2 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet (sogenannte Inzidenz).

Reproduktionszahl bleibt hoch

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 9. April bei 1,1. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 76,7 Prozent. 26,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Insgesamt wurden bis Sonntagabend 2'476'050 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 2'100'669 Dosen verabreicht. 768'597 Personen sind bereits vollständig geimpft.

Moderna-Impfdosen eingetroffen

Die verspäteten Corona-Impfdosen von Moderna trafen unterdessen in der Schweiz ein. Es handelt sich laut BAG um 280'800 Dosen, die am vergangenen Freitagabend als ausstehend gemeldet worden waren und nun am Mittwoch angekommen sind. Dies gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt.

Das Bundesamt war für das Corona-Impf-Management scharf kritisiert worden. BAG-Direktorin Anne Lévy konterte die Kritik, die vor allem aus dem Kanton Bern laut wurde, und stemmte sich gegen das Argument, die Impf-Logistik wäre in privater Hand besser aufgehoben.

Diesen Lieferengpass habe ja ausgerechnet ein privates Unternehmen zu verantworten, sagte Lévy dazu am vergangenen Samstag im Schweizer Radio SRF. Das Problem liege also beim Hersteller. Sie stellte sich damit dem Vorwurf auch von Seiten des Berner Gesundheitsdirektors Pierre-Alain Schnegg (SVP) entgegen.

Covid-Zertifikat bis zum Sommer

Zum Covid-Zertifikat traf der Bund am Donnerstag einen ersten Entscheid: Eine Lösung des Bundesamtes für Informatik (BIT) und ein Vorschlag von des SICPA/ELCA werden bis Mitte Mai weiter geprüft.

50 Bewerber hatten beim BAG eine technische Lösung für das Covid-Zertifikat eingereicht. Das Covid-Zertifikat soll für die Ein- und Ausreise in andere Länder verwendet werden können und mit internationalen Lösungen kompatibel sein. Im Sommer solle das Impfzertifikat zur Verfügung stehen, hiess es.

Quelle: SDA / Keystone - 22.04.2021, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2021 Pixabay

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