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Forschende beschreiben neues Band im Kniegelenk

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ZÜRICH - Die Bänder im Kniegelenk sind nicht bei allen Menschen gleich. Ein Teil besitzt ein spezielles Band am Aussenmeniskus, das Forschende der Universitätsklinik Balgrist nun anhand von über 1000 MRI-Aufnehmen identifiziert haben. Offenbar erhöht es das Risiko für Meniskusrisse.

Es ist nur ein schmaler Faserzug von durchschnittlich zwei Zentimetern Länge: Dieses Band, das einen Sehnenstrang an der Aussenseite des Knies mit dem Aussenmeniskus verbindet, kommt nicht bei jedem vor, hat aber für seine Träger durchaus Bedeutung.

Wie Forschende der Universitätsklinik Balgrist berichten, erhöht das Vorhandensein dieser "Variante" der Bänder im Kniegelenk offenbar das Risiko für Risse am Aussenmensikus.

Das Forschungsteam um Stefan Zimmermann und Christian Pfirrmann hat über 1000 MRI-Aufnahmen von Kniegelenken auf das Vorhandensein dieses speziellen Bandes untersucht, das sie als "AIML" (accessory iliotibial band–meniscal ligament) bezeichnen. Bei rund 13 Prozent der Patienten wurden sie fündig, wie die Universitätsklinik mitteilte.

Bei dieser Gruppe, deren MRI-Bilder das Vorhandensein eines AIML zeigten, traten zudem Risse im Vorderhorn des Aussenmeniskus mit 23,5 Prozent deutlich häufiger auf als bei den übrigen Patienten mit nur 1,2 Prozent. Davon berichten die Forschenden im "American Journal of Roentgenology".

Den Unterschied erklären die Forschenden damit, dass die mechanische Belastbarkeit reduziert sei, wenn ein AIML vorhanden ist. Weitere Studien müssen erst noch zeigen, ob sich das Risiko durch spezielle Präventionsmassnahmen senken lässt.

Notiz:

https://www.ajronline.org/doi/abs/10.2214/AJR.18.21071

Quelle: SDA / Keystone - 08.07.2019, Copyrights Bilder: Adobe Stock







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