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Zecken - Gefahr von Zeckenstichen vorbeugen

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LUZERN - Mit dem Frühling beginnt die Zeckensaison. Wer Gestrüpp und Unterholz meidet, geschlossene Kleidung trägt, Zeckenschutzmittel verwendet und sich nach einem Wald- oder Gartenaufenthalt auf Zeckenstiche kontrolliert, kann sich vor den Stichen und ihren Folgen schützen.

Die Zecke ist vor allem im Frühling und im Herbst aktiv. Das Spinnentier braucht Blut: Wenn es sticht, kann es aber Krankheiten übertragen. In der Schweiz sind dies vor allem die Borreliose oder die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME).

Die FSME wird durch einen Virus verursacht und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die Zecken sind nur in bestimmten Gebieten von diesem Virus befallen. Gegen die FSME gibt es eine Schutzimpfung.

Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der von Zecken übertragenen FSME mit 323 Fällen einen neuen Höchststand. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 191 Fälle. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres war diese Krankheit nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit erst zwei Mal registriert worden. Im mehrjährigen Vergleich ist dies eher wenig. Erfahrungsgemäss nehmen die Fallzahlen im April und Mai stark zu.

Keine Impfung gegen Borreliose

Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. Häufig verläuft die Infektion unbemerkt.

Versicherungsrechtlich sind die durch Zeckenstiche verursachten Krankheiten Unfälle. Die Unfallversicherer registrierten jedes Jahr rund 10'000 Fälle, teilte die Suva am Montag mit. Bei 95 Prozent der Fälle handle es sich um Borreliose, rund 5 Prozent der Fälle seien FSME-Infektionen.

Die Zeckenunfälle verursachen nach Angaben der Suva jährlich Kosten von 11,6 Millionen Franken. Mehrheitlich sind Männer betroffen. In 90 Prozent der Fälle werden die Opfer in der Freizeit gestochen. 4900 Zeckenunfälle passieren beim Spazieren, 1600 zu Hause oder im Garten, 300 beim Joggen und 900 beim Reiten, Biken oder auf der Jagd.

Mit richtigem Verhalten Stichen vorbeugen

Das Risiko eines Zeckenstichs könne schon mit einfachen Verhaltensweisen vermindert werden, schreibt die Suva. Wer Gestrüpp und Unterholz meide, streife auch keine Zecken ab.

Vor Zeckenstichen schützt auch eine geschlossene Kleidung. Ist diese von heller Farbe, werden Zecken besser entdeckt und können entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangen. Weiter empfiehlt die Suva, Zeckenschutzmittel für Haut und Kleider zu benutzen.

Nach einem Aufenthalt im Wald oder Garten solle der Körper nach Zecken abgesucht werden, schreibt die Suva. Falls eine gefunden werde, solle sie so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden.

Quelle: SDA / Keystone - 08.04.2019, Copyrights Bilder: Adobe Stock







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