Auch Schweizer Brandopfer kommen in ausländische Spitäler (03.01.2026)
BERN / CRANS-MONTANA VS - Zu den 50 schwer verletzten Brandopfern von Crans-Montana VS, welche bis Sonntag in spezialisierte ausländische Spitäler gebracht werden sollen, werden auch Schweizerinnen und Schweizer gehören. Das hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz Babs am Freitagabend bekanntgegeben.
Es schreibt in einer Mitteilung, in einer ersten Phase habe für alle 119 Verletzten der Brandkatastrophe eine Erstversorgung in Schweizer Spitälern sichergestellt werden können. Für eine langfristige Behandlung von schwerverletzten Brandopfern reichten aber die Kapazitäten der Schweizer Spitäler nicht aus.
Dies, da die langfristige Behandlung dieser Menschen voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen werde und die Zahl von Patienten mit schweren Verbrennungen nach dem Brand in der Silvesternacht gross sei.
Die Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung NEOC des Babs koordiniert laut Mitteilung die medizinischen Evakuationen. Die behandelnden Spitäler melden die Patienten, welche verlegt werden sollen. Die Zuteilung der Patienten auf die zur Verfügung stehenden Behandlungsplätze erfolgt nach medizinischen Kriterien.
Die Verlegung müsse in den nächsten 48 Stunden erfolgen, in denen die Patienten noch so stabil seien, dass wie verlegt werden könnten.
"Es ist wichtig, dass die Angehörigen für die angewandten Kriterien und die Dringlichkeit Verständnis aufbringen, auch wenn das für die Familien unbeschreiblich schwere Situationen sind", schreibt das Babs.
Die Walliser Behörden gaben bereits am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz bekannt, dass bis Sonntag 50 Patienten ins Ausland verlegt werden sollen. Dies in Spitäler in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien. Laut Babs werden auch Verlegungen in weiter entfernte Länder "ins Auge gefasst".
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Sechs Schweizer nach Österreich
Die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete am Freitagabend unter Berufung auf eine Mitteilung des österreichischen Innenministeriums, die Schweiz habe ein Angebot Österreichs für medizinische Unterstützung angenommen. Österreich übernehme sechs Patientinnen und Patienten, vier davon intensivmedizinisch, hiess es. Sie würden in Spitälern in Wien und Graz untergebracht und weiterversorgt.
Der Transport sei für Samstagvormittag geplant. Alle sechs Personen seien Schweizer Staatsangehörige im Alter von 14, 16, 16, 17, 20 und 30 Jahren.
Quelle: SDA / Keystone - 03.01.2026, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2026 Pixabay
