Rauchen - Das sind die wichtigsten Etappen im Umgang mit Tabakprodukten


BERN - In den vergangenen fünfzig Jahren war der Umgang mit Raucherwaren immer wieder Thema der öffentlichen Debatte. Die wichtigsten Etappen im Überblick:

- 1978: Warnhinweise auf Zigarettenschachteln werden eingeführt.

- Februar 1979: Die Volksinitiative "gegen Suchtmittelreklame" wird deutlich abgelehnt. Landesweit sagen 59 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Nein.

- 1991: Tabakwerbung in Radio und Fernsehen wird verboten.

- 1993: Das Arbeitsgesetz fordert rauchfreie Arbeitsplätze.

- Juni 1993: Die Volksinitiative "Zur Verminderung der Tabakprobleme", die ein totales Werbeverbot fordert, wird von Volk und Ständen haushoch verworfen. Knapp 75 Prozent der Stimmenden sind dagegen.

- 1995: Der Bundesrat verstärkt seinen Kampf gegen die Nikotinabhängigkeit: Er beschliesst, bis 1999 jährlich 2,5 Millionen Franken in die Tabakprävention zu investieren.

- 1996: Die Fluggesellschaft Swissair ist auf Europaflügen rauchfrei.

- 1998: Die Fluggesellschaft Swissair ist auf Interkontinentalflügen rauchfrei.

- 2005: In Schweizer Zügen darf nicht mehr geraucht werden.

- 2006: "Rauchverbot" ist das "Wort des Jahres".

- 2010: Das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen tritt in Kraft.

- September 2012: Die Volksinitiative "Schutz vor Passivrauchen" will das Gesetz verschärfen. Der Bundesrat nennt das Volksbegehren "Zwängerei". Der Souverän findet das auch und schickt die Initiative mit 66 Prozent Nein-Stimmen bachab.

- Mai 2014: Mit einem neuen Gesetz will der Bundesrat erreichen, dass möglichst wenige Jugendliche überhaupt mit dem Rauchen anfangen. Zigaretten sollen nicht mehr an Minderjährige verkauft werden dürfen. Zudem soll es ein weitgehendes Verbot von Werbung für Tabakprodukte geben.

- Dezember 2016: Parlament schickt das vom Bundesrat erarbeitete Tabakproduktegesetz zurück an den Absender. Der bürgerlichen Mehrheit gehen die vorgeschlagenen scharfen Regeln für die Tabakwerbung deutlich zu weit.

- September 2019: Verschiedene Gesundheitsorganisationen reichen die Volksinitiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" mit 113'500 Unterschriften ein. Diese verlangt ein Verbot jeglicher Tabakwerbung dort, wo sie Minderjährige erreicht.

- September 2021: Die bürgerliche Parlamentsmehrheit ringt sich zu schärferen Werberegeln durch. Sie verankert im neuen Tabakproduktegesetz etwa ein Werbeverbot auf Plakaten und im Kino. Auch dürfen Tabakkonzerne keine Zigaretten mehr gratis abgeben oder internationale Veranstaltungen in der Schweiz sponsern.

- Februar 2022: Volk und Stände nehmen die Initiative "Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung" an. Fast 57 Prozent der Stimmenden und 15 von 23 Ständen sagen Ja zum Volksbegehren. Das Tabakproduktegesetz muss nach der Annahme der Initiative verschärft werden.

- Voraussichtlich Mitte 2024: Das vom Parlament im September 2021 verabschiedete Tabakproduktegesetz tritt in Kraft. Plakatwerbung und Werbespots für Raucherwaren in Kinos werden überall im Land verboten sein.

- Voraussichtlich 2026: Ergänztes Tabakproduktegesetz tritt in Kraft. Weitere Werbeverbote, beispielsweise für die gedruckte Presse und das Sponsoring von Festivals, sind angedacht.

Quelle: SDA / Keystone - 24.05.2023, Copyrights Bilder: Adobe Stock/© 2023 Pixabay

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